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9:50 bis 10:30 Uhr « Stadtviertel und Umwelt »
Begrünung von Stadtvierteln mit und durch die Anwohner.

Wie können Natur und Grünflächen in alten, oft dichtbesiedelten Industrievierteln, in denen die Anwohner manchmal sehr wenig mit der Natur in Berührung kommen, wieder eine zentrale Rolle spielen?

Die Vorzüge einer grünen Stadt liegen auf der Hand. Sie sind ökologischer Art, decken aber auch soziale Bedürfnisse, unter anderem das Bedürfnis, in angenehmer Umgebung zu leben. Weil mehr Natur auch für ein positives Gesamtbild sorgt, kann sie eine Stadt auch wirtschaftlich attraktiver machen.

Überall auf der Welt mehren sich die Initiativen zur Ausdehnung von Grünflächen und zur Erhöhung der biologischen Vielfalt in der Stadt. Diese Dynamik kann von der öffentlichen Hand vor Ort getragen werden, die natürlich eine Schlüsselrolle spielt, aber damit auf mikrolokaler Ebene mehr Natur einzieht (Begrünung einer Straße, eines Platzes, einer halböffentlichen Fläche, einer Brache, …) muss unbedingt mit den Anwohnern und den Vereinigungen zusammengearbeitet werden. In dieser Hinsicht spielt die öffentliche Hand daher eine etwas andere Rolle: Sie muss einerseits die Bevölkerung für die Vorzüge einer naturfreundlichen Stadt sensibilisieren und andererseits die Anwohner und Akteure des Viertels dazu ermutigen, sich an den Begrünungsmaßnahmen zu beteiligen, und ihnen dabei helfen.

Die SUN-Partner haben bestimmte Trends bei der partizipativen Stadtbegrünung getestet: Sie haben die Bürger in Lüttich, Verviers und Eupen aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen, und Gemeinschaftsgemüsegärten in Heerlen und Genk angelegt.

Bei diesen Experimenten konnte auch beobachtet werden, inwiefern sie den Kontakt zwischen den Anwohnern eines Stadtviertels fördern und somit interessante Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt haben können.